Institut für Pflegewissenschaft

Medizinische Universität Graz

Stärkung der Gesundheitskompetenz in der tertiären Pflegeausbildung (Netzwerkprojekt)

Großschädl F, Lohrmann C

Hintergrund

Aufgrund der demografischen Entwicklungen und Ressourceneinsparungen werden die Anforderungen an Pflegekräfte in Zukunft noch weiter steigen, was mit hohen physischen, psychischen und sozialen Belastungen für diese Personen einhergehen kann. Um selbst gesund bleiben zu können und gesundheitsrelevantes Wissen an Personen im Gesundheitssystem optimal vermitteln zu können, ist eine hohe Gesundheitskompetenz der größten Berufsgruppe im Gesundheitswesen erforderlich. Dies ermöglicht es, den Pflegekräften im Alltag gute gesundheitsrelevante Entscheidungen treffen zu können und die PatientInnen sowie deren Angehörige entsprechend zu unterstützen.

Ziel

Das Institut für Pflegewissenschaft in Graz hat sich zum Ziel gesetzt im Rahmen der universitären Lehre den Studentinnen und Studenten die Bedeutung der Gesundheitskompetenz verstärkt zu vermitteln. Langfristiges Ziel ist die Stärkung der Gesundheitskompetenz in und durch die Pflege in Österreich.

Methode

Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz in der tertiären Pflegeausbildung wurden bei der „Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz“ seitens des Instituts für Pflegewissenschaft eingereicht und nach Prüfung wurden diese akzeptiert. Diese Maßnahmen sollen innerhalb der nächsten 3 Jahre umgesetzt werden. Zukünftig werden seitens des Instituts themenre-levante Inhalte zu Gesundheitskompetenz in bereits bestehende Lehrveranstaltungen stärker integriert. Des Weiteren erfolgt ein Angebot an Wahlfächern und Themen für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. Dadurch kann auch ein Grundstein für weitere Forschung zur Stärkung der Gesundheitskompetenz seitens der Pflegewissenschaft gelegt werden. Eine Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten in diesem Bereich zur Umsetzung der genannten Maßnahmen wird stattfinden. Absolventinnen und Absolventen der Pflegewissenschaft werden im Rahmen ihrer Ausbildung dazu befähigt die Erhaltung und Förderung der Gesundheit zu unterstützen. Sie sollen zunehmend auch Patientinnen und Patienten und deren Angehörige in deren Gesundheitskompetenz stärken, sodass diese Empfehlungen und Handlungsanweisungen in ihren Alltag optimal integrieren können.

Schlussfolgerung

Diese Maßnahmen stellen einen innovativen Ansatz in der tertiären Ausbildung für die Pflege da. Daraus resultierende positive Outcomes seitens der Stu-dierenden als auch seitens der Patientinnen und Patienten werden zukünftig Interessierten präsentiert und ggf. werden Empfehlungen für die pflegerische Praxis formuliert werden.

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